GEE-Kommunikationsserver am Neuen Gymnasium

 

Seit Jahren schon arbeitet der Schulserver des NG unter dem Betriebssystem Linux. Bis Ende 2000 kam der ODS-Kommunikationsserver - eine kostenlose Lösung speziell für Schulen - zum Einsatz.

Die Entscheidung für Linux als Serverbetriebssystem war eine Entscheidung für ein kostengünstiges, flexibles und offenes System und eine Entscheidung gegen "fertige" Lösungen für Schulen auf der Basis anderer Betriebssysteme, die die Arbeit der Netzwerkadministratoren manchmal zwar erleichtern, sie gleichzeitig in ihrem Entscheidungsspielraum aber oft einengen. Am NG werden alle Entscheidungen "vor Ort" getroffen und nicht von Firmen oder städtischen Stellen.

Seit Anfang 2001 wird ein neuer Server am NG eingesetzt. Zum einen wurde die Hardware modernisiert - aus einem 486er wurde ein Pentium III - , zum anderen kommt jetzt eine auf schulische Bedürfnisse angepasste Linux-Standarddistribution (SuSE 6.4) zum Einsatz. Dabei handelt es sich um den GEE-Komunikationsserver, eine Entwicklung zweier engagierter Lehrer an der Gesamtschule Eiserfeld.

Der GEE-Server übernimmt alle Dienste im schulischen Netz. Er fungiert sowohl als Kommunikationsserver wie auch als Daten- und Applikationsserver. Sein Vorteil besteht darin, dass er über eine ganze Reihe von Bedienungserleichterungen verfügt, die es auch Netzwerkadministratoren mit begrenzten Linux-Kenntnissen möglich machen, den Server zu verwalten. Da er auf einem Standard-Linux basiert, kann er jederzeit relativ problemlos aktualisiert werden. Für den Erfahrungsaustausch mit dem GEE-Server existiert eine Mailingliste, die guten Support bietet.

Der neue Server "versorgt" inzwischen 43 Rechner am NG, die alle jederzeit auf das Internet zugreifen können. Seit die Schule über eine 2 Mbit-Leitung an das städtische Netz SWIS angeschlossen wurden, sind auch die Zeiten der ISDN-Wählverbindungen und die Probleme der Kostenkontrolle vorbei. Die permanente Internetanbindung erweist sich im schulischen Alltag als großer Vorteil.

Die LehrerInnen des Neuen Gymnasiums können jederzeit vom heimischen Rechner aus auf die Dienste des Servers zugreifen und z.B. Dateien übertragen oder die Ressourcen des schulischen Intranets nutzen. Daraus werden sich in Zukunft völlig neue Arbeitsformen ergeben können.

Den SchülerInnen am NG steht ein Teil der Rechner auch ausserhalb der Unterrichtszeit zur Verfügung. Drei "Surfstationen" sind während der Öffnungzeiten des Schulhauses allen zugänglich; in naher Zukunft soll auch der Internetraum mit seinen 11 Rechnern dann, wenn er nicht für Unterrichtszwecke benötigt wird, als "Internetcafe" genutzt werden.

Ulrich Bauer Netzwerkverwalter