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Vom Einzelplatzanschluß zur
vernetzten Lernumgebung
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Der Einzelplatzanschluß
Für den Anfang nicht schlecht, für Schulen aber keine tragfähige Lösung, da
die Arbeitsmöglichkeiten zu stark eingeschränkt sind. Wenn es denn noch kein schulisches
Netz sein kann - so funktioniert der Einzelplatzanschluß:
+
Modem + Provider = 
Der Einzelplatz-Rechner, der den Zugang zum Internet herstellt, sollte
multimedia-fähig sein. Sein Platz ist z.B. die Schulbibliothek.
Das schulische Netz (Schul-LAN)
Sind mehrere PCs an der Schule vorhanden, so macht es Sinn, diese miteinander zu
vernetzen. Erst die Vernetzung eröffnet die Möglichkeit, daß mehrere Personen
gleichzeitig mit dem Internet arbeiten können.
So sieht ein Schul-Lan im Modell aus:
_____ ________ ______ ________ _______
PC
PC
PC
PC
Server oder
PC mit Proxy
Für die Vernetzung gibt es im Prinzip zwei unterschiedlche Lösungen und
Geschwindigkeiten:
- Die Verkabelung der Rechner mit Koaxialkabel (BNC). Dabei wird ein Rechner an den
anderen "gehängt", d.h. das Kabel läuft vom ersten bis zum letzten Rechner
durch und wird an beiden Ende terminiert. Diese Methode ist einfach und preiswert, hat
aber den entscheidenden Nachteil, daß bei Ausfall eines "Knotens" im Netz das
gesamte Netz ausfällt.
- Die Verkabelung mit Twisted-Pair (TP) Kabeln und Hubs/Switches. Dabei werden alle
Kabel sternförmig von den einzelnen Rechnern zu einem (oder mehreren) zentralen Hub
geführt. Diese Methode ist etwas teurer, hat aber den entscheidenden Vorteil, daß bei
Ausfall eines "Knotens" das übrige Netz weiter funktioniert.
- Für die Vernetzung einzelner Räume ist BNC noch immer gut geeignet. Für die
Vernetzung ganzer Gebäude ist TP die bessere Lösung. Geht es nur darum, einen der
typischen Computerräume mit 10-20 Rechnern zu vernetzen, so kann das - bei etwas
handwerklichem Geschick - sogar in Eigenregie für wenige Hundert Mark erledigt werden.
- Netzkarten für die Rechner gibt es in zwei Geschwindigkeiten: 10 Mbit/s und 100
MBit/s. Eine einfache 10MBit-Karte kostet weniger als 30 DM, 100 Mbit-Karten sind etwas
teurer. Zwar können die meisten Schulen mit 10 MBit-Netzen gut arbeiten, doch ist 100
Mbit-Netzen angesichts der insgesamt geringen Mehrkosten der Vorzug zu geben
Das Prinzip eines Schul-LANs ist einfach: ein einzelner Rechner stellt den Zugang
für viele andere ins Internet her. Die Arbeitsmöglichkeiten für SchülerInnen und
LehrerInnen verbessern sich dadurch drastisch.
Die Verbindung zum Internet
- kann ein darauf "spezialisierter" Linux-Kommunikationsserver übernehmen.
Eine bekannte (und v.a. kostenlose) Lösung ist der ODS-Kommunikationsserver
der Zeitschrift c't. Die Hardwareanforderungen
an diese Lösung sind bescheiden (es genügt ein 486er mit großer Festplatte und
reichlich RAM). Da es sich um eine speziell für Schulen entwickelte Lösung handelt, sind
Spezialkenntnisse des Betriebssystems Linux nicht notwendig. Halten sich die
Administratoren an die Vorgaben der Entwickler, so ist die Verwaltung des ODS-Servers
recht einfach.
- Ebenfalls kostenlos ist der Einsatz einer sog. Proxy-Software auf einem beliebigen
Windows-Rechner. Die Proxy-Software macht etwas ähnliches wie der Kommunikationsserver:
sie stellt die Verbindung zum Internet über eine einzige Leitung her und
"verteilt" sie dann an alle angeschlossenen Rechner im Schul-LAN. Wir haben
über ein Jahr zu unserer vollen Zufriedenheit mit dem (damals kostenlosen) Programm
Gatekeeper gearbeitet. Einen
ähnlichen Funktionsumfang bietet die Freeware Sambar,
die manchmal auch auf CD's zu finden ist, die Computerzeitschriften beiliegen. Im
Gegensatz zum ODS-Kommunikationsserver bietet Proxy-Software in der Regel keine geeignete
Benutzerverwaltung und nur sehr eingeschränkte Sicherheitsmechanismen.
- Natürlich können Schulen auch "professionelle" (und kostenträchtige)
Lösungen wie Windows NT Server oder Novell Netware einsetzen.
Das schulische Intranet
Während die einfache Vernetzung der an einer Schule vorhandenen Rechner (z.B.
alle Rechner im EDV-Raum) lediglich sicherstellt, daß auch ganze Gruppen/Klassen
gleichzeitig im Internet arbeiten können, geht das schulische Intranet einen Schritt
weiter. Es ist faktisch eine kleine, schulinterne Ausgabe des Internet und eröffnet somit
ganz neue Arbeitsweisen. Voraussetzung ist allerdings, daß nicht alle Rechner z.B. im
EDV-Raum konzentriert sind, sonder daß an möglichst vielen Orten der Schule -
Bibliothek, Klassenzimmer, Fachräume, Lehrerzimmer usw. - Rechner stehen. Diese Rechner
können billig erworbene oder gespendete Geräte sein - eine
"Internet-Workstation" braucht keine neue und teure Hardware. Konkret: ein alter
486er oder ein Pentum der ersten Generation tut's auch.
Natürlich können - genau wie in einem schulischen LAN - mehrere Personen
gleichzeitig aufs Internet zugreifen. Damit sind die Möglichkeiten des schulischen
Intranet jedoch bei weitem noch nicht erschöpft. Es kann auch noch für folgende Zwecke
eingesetzt werden:
- als schulinternes Informationssystem
- Informationen aus dem Internet - v.a. "Standardinformationen", die sich
nicht täglich ändern, können auf den Intranet-Server "heruntergeladen" - d.h.
gespeichert werden - und stehen so allen offline - d.h. ohne ständige Telefonkosten
- zur Verfügung
- Informationen der Landesbildungsserver, der Kommunen usw. können ebenfalls offline
zur Verfügung gestellt werden
- mit etwas Aufwand ist es möglich, eine Datenbank all dieser Informationen zu
erstellen und so sicherzustellen, daß jederzeit ein rascher und v.a. unkomplizierter
Zugriff auf diese Informationen möglich ist
- LehrerInnen und SchülerInnen können von zuhause aus auf das schulische Intranet
zugreifen
So sieht z.B. das NGIntranet aus:


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