| [Hardware]
[Einrichtung] [Besonderheiten] [Nutzung] [Hinweise]
[This is the end...] 1. Hardware
"Arktur" ist ein älterer 486/33 mit
inzwischen 70 MB RAM, einer IDE-Festplatte (z.Zt. 2,5 GB) und einer passiven
ISDN-Karte (Teles). Zur Installation wurde ein IDE-CD-Laufwerk eingebaut. Diese (sehr
preiswerte) Hardware reicht nach unseren Erfahrungen völlig aus.
Ein zweiter, ähnlich ausgestatteter Rechner, dient als "Reserve- und
Testarktur", und hat seinen Platz in der Wohnung des verantwortlichen Lehrers.
Seit dem Frühjahr 1999 ist Arktur der einzige
Kommunikationsserver für inzwischen insgesamt 36 Windows-Rechner im EDV-Raum, dem
Internet-Raum, der Bibliothek, den meisten Fachräumen und einigen Klassenzimmern.
Nebenbei übernimmt er gelegentlich auch noch die Aufgaben eines Daten- und
Applikationsservers.
Noch läuft alles problemlos, was wohl auch daran
liegt, daß Arktur nur selten alle Rechner gleichzeitig "bedienen" muß. Sollte
sich herausstellen, daß das NGIntranet in dieser Konfiguration an seine Belastungsgrenzen
stößt, wird Arktur eine zweite Netzkarte oder einen "Bruder" in Form eines
zusätzlichen Komm-Servers bekommen.
Im Sommer erhielt "Arktur" eine
zweite Netzwerkkarte, da es immer wieder zu Probleme im Netz kam. Seit alle
Rechner, die noch BNC-verkabelt sind an der einen, und alle Rechner die
schon TP-verkabelt sind an der anderen Netzkarte hängen, kommt es nur noch
selten zu Problemen im Netz.
Im Herbst 1999 erhielt der Server eine
zweite Festplatte mit 10 GB. Diese Festplatte wird als virtueller CD-ROM
Server genutzt. Alle Rechner im NGIntranet haben jetzt ständigen Zugriff
auf etwa ein Dutzend Lexika, Wörterbücher, Atlanten, Multimedia-CD's usw.
In den Weihnachtsferien 1999 wird
"Arktur" auf die neue Version 3 umgestellt. Die Beta-Version der
Version 3 des ODS-Servers läuft seit einigen Wochen sehr stabil auf dem
"Testarktur". Gleichzeitig wird die derzeitige 2,5 GB Festplatte
durch eine 6 GB Festplatte ersetzt, so daß der Server dann über
insgesamt 16 GB Festplattenplatz verfügt. Das sollte eine Weile reichen.
2. Einrichtung
Die Installation verlief problemlos. Zuerst wurde die
Version 1.0 installiert, unmittelbar darauf wurde das Update auf die Version 2.1
aufgespielt. Erst danach erfolgte die Einrichtung des Systems.
Die Einrichtung der Clients im Internet-Raum und im EDV-Raum beschränkte sich auf die
Installation der Software (Netscape Communicator, StarOffice 4.0) und des Netzwerks
(TCP/IP). Alles klappte auf Anhieb!! Die Verbindung zum Provider (WinShuttle) machte keine
Probleme.
Im März 1999 wurde bei Arktur ein größeres Update (vielen Dank an Reiner
Klaproth!) durchgeführt - er erhielt einen neuen Kernel, eine neue Passwortverwaltung,
eine neue Version von Samba und eine verbesserte Version der Web-Administration, die den
Zugriff auf wichtige Funktionen des Servers per Browser von jedem Client aus ermöglicht.
Aus Anlass der Vergrößerung des NGIntranet im Frühjahr 1999 bekamen alle Clients
feste IP-Adressen.
Nach ersten Erfahrungen scheint alles nach wie vor problemlos zu funktonieren.
3. Besonderheiten
In den folgenden Punkten weicht unsere Einrichtung vom
"Standard" ab:
- Es werden vorläufig keine einzelnen Schülerinnen und Schüler als
Benutzer geführt; stattdessen melden sich die Clients (also die einzelnen Windows-Rechner)
als user bei Arktur an. Dies ist durch einen manuellen Eingriff in die Datei
/etc/Systemverwaltung/user möglich. LehrerInnen und TeilnehmerInnen an besonderen
Projekten werden als "normale" user eingerichtet. Alle haben Zugriff aufs
Internet, sobald eine dazu berechtigte Person über die Web-Administration des Servers die
Verbindung herstellt. Ein Paßwort für Arktur ist nur nötig, falls Daten auf den
home-Verzeichnissen der Rechner auf Arktur abgelegt werden sollen.
Obwohl überall UUCP zum Versenden und Empfangen von
e-mail empfohlen wird, habe ich mich dagegen entschieden. Die Schülerinnen und Schüler
haben die Möglichkeit, e-mail über kostenlose accounts bei Anbietern wie
www.gmx.de oder www.hotmail.com
per Browser zu versenden und zu empfangen. Wer die e-mail Adresse der Schule nutzen will
(*.@ngfeu.s.bw.schule.de) kann dies mittels POP3 tun. Allerdings können e-mails
individuell so nur verschickt werden, da zum "abholen" der Post das
Zugangspaßwort des Providers nötig ist.
Um über Arktur POP3 zu nutzen, ist folgende Eingabe (als root) nötig:
ipfwadm -F -p deny
ipfwadm -F -a m -S 192.168.0.0/255.255.255.0
Dies geschieht am besten in Form eines kleinen Scripts, z.B. mit dem Namen
"pop-an".
4. Nutzung
Außerhalb der Unterrichtszeit ist der Internet-Raum zu bestimmten
Zeiten (z.Zt. je eine Stunde an zwei Nachmittagen) für die Schülerinnen und Schüler
geöffnet. Zu diesen Zeiten wird die Internet-Verbindung über ein einfaches at-script,
das in bestimmten Abständen zu aktualisieren ist, automatisch hergestellt und
beendet. (Eleganter ginge das über einen "cron-job" - aber das klappt noch
nicht). Im at-script sind z.B. folgende Eingaben nötig:
at -f /etc/ppp/shuttle-an 1300 Dec 12
at -f /etc/ppp/shuttle-aus 1500 Dec 12 usw. (shuttle-an/aus ist das script, das die
Verbindung zum Provider herstellt/unterbricht)
Zum Ende des Jahres 2000 wurde Arktur in den
(verdienten) Ruhestand geschickt. Sowohl die Hardware als auch die
inzwischen veraltete Version 2.2 des ODS-Kommunikationsservers waren den
kommenden Aufgaben nicht mehr ganz gewachsen. Zwar wäre es möglich
gewesen, auf die neue Version 3.x des ODS-Kommservers umzusteigen; da Arktur
in Baden-Württemberg jedoch bei Fortbildungsmaßnahmen und Support
offiziell nicht unterstützt wird, entschloss ich mich, auf eine
angepasste Standardversion eines Linux-Servers umzusteigen. Dabei handelt
es sich um den GEE-Server
für Schulen, der von zwei engangierten Kollegen der Gesamtschule
Eiserfeld entwickelt wurde. Sie passten eine SuSE 6.4 Distribution an
die speziellen Bedürfnisse von Schulen an. Mehr zum GEE-Server am Neuen
Gymnasium hier.
5. Hinweise
Ausführliche Informationen zum ODS-Kommserver finden Sie auf den
folgenden Seiten:
Zeitschrift c't
Winshuttle
Heise-Verlag
Mailing-Liste
oder auch hier
Ulrich Bauer
Januar 2001
[NGInfo] [Schule
@m Netz] [Politik im Netz]
[Surfin' England Surfin' California]
[Seminarkurs]
|